• Mehr als 2.900 Schüler/-innen haben seit Projektbeginn durch die Unterstützung des BNA eine Ausbildung begonnen.
  • In der aktuellen Projektphase des Berliner Netzwerks für Ausbildung stehen 1.000 Schülerplätze zur Verfügung
  • Über 7.500 Schüler/-innen haben seit Projektbeginn 2004 am Berliner Netzwerk für Ausbildung teilgenommen.

Netzwerktreffen der Schulen und Unternehmen im Sommer 2010

geschrieben am 3. Juni 2010 von Mathias Heilmann

Am 03. Juni 2010, 15 bis 19 Uhr in der Julius-Leber-Schule.

 

BNA Netzwerktreffen 2010

Luftsprünge für ein erfolgreiches Projekt…

… denn es gab mindestens so viele Gründe für uns zu feiern:

  • Wir haben fast 1000 Hauptschüler/-innen bei der Aufnahme einer dualen betrieblichen Ausbildung unterstützt.
  • Wir arbeiten mit mehr als 700 motivierten jungen Leuten – sie haben meist nicht die besten Zensuren, aber sie wollen eine Ausbildung und später einen Job – also helfen wir ihnen.
  • Wir entdecken jeden Tag, dass sie Stärken haben, die durchaus entwicklungsfähig sind.
  • Wir freuen uns über aktuell 60 Berliner Unternehmen, die „unsere“ Schüler/-innen praktisch aus der Schule abholen und ihnen einen Ausbildungsplatz geben möchten.
  • Wir sind stolz darauf, „unsere“ Schüler/-innen ein Jahr lang ein Stück auf ihrem Weg zu einem realen Berufsziel begleiten zu können.
  • Wir genießen die Arbeit in einem Klasse-Team für ein wichtiges Ziel – denn jeder unserer Schüler/-innen hat eine berufliche Chance verdient.

Tolles Fest des BERLINER NETZWERKs FÜR AUSBILDUNG

 

Schüler/-innen und Partner des Netzwerks präsentierten sich an Marktständen und auf der Bühne
500 Schüler/-innen, 35 Schulen und 15 Unternehmen der Berliner Wirtschaft sowie Vertreter von Arbeitsagenturen, der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (uvb) und der bbw Akademie haben am 03.06.2010 in der Tegeler Julius-Leber-Schule das diesjährige Netzwerktreffen der Schulen und Unternehmen im Sommer 2010 des BERLINER NETZWERKs für AUSBILDUNG gefeiert. Fast 1000 Hauptschüler/-innen haben über das Projekt im Projektzeitraum einen Ausbildungsplatz gefunden. Ca. 300 Unternehmen haben sich vom Potential dieser Schüler/-innen überzeugen lassen und ihnen mit einem Ausbildungsplatz eine echte berufliche Chance gegeben. Das macht Mut für die Zukunft und spricht für das Konzept, die Stärken der Schüler/-innen zu stärken.

Mit vielen Ideen und unglaublichem Engagement haben die Jugendlichen Selbstgemachtes – T-Shirts, CDs, selbstgebaute Regale, Keramik, teilweise exotische Köstlichkeiten – angeboten und ihre Schulen und Projekte vorgestellt. Auf der Bühne wurde in einem über zweistündigem Programm gerappt und gerockt, es traten Hip-Hop-Bands, Drummer, Sambakids und sogar Zirkusartisten auf. Und natürlich wurde am Rande der Bühne oder an den Marktständen auch die Gelegenheit genutzt, gute Kontakte zu pflegen, sich auszutauschen und „zu netzwerken“.

 

Eine von ihnen ist Julia Haagen, aus der 10. Klasse der Merian-Oberschule. Sie hat nach einem von drei Praktika über das BNA, in ihrem letzten Praktikumsunternehmen, dem Hotel „Winters“ am Checkpoint Charly, endlich ein Unternehmen gefunden, in dem sie sich vorstellen konnte, später zu arbeiten – und umgekehrt hat das Unternehmen seinen Auszubildenden gefunden. Ende August startet Julia dort in die Ausbildung zur Hotelfachfrau. „Nur 10 Bewerbungen, und ich hatte den Platz. Ohne Jörg Wolter (vom BNA-Team), weiß ich nicht, ob ich das geschafft hätte.“

Auch Susann Hinz, Ausbilderin bei Ikea in Tempelhof, lobt das BERLINER NETZWERK für AUSBILDUNG. Sie sagt: „Für Ikea ist die Suche nach Auszubildenden als Kaufmann/-frau im Einzelhandel wesentlich effektiver, wenn praktisch nur solche Jugendlichen zu den Betriebsführungen kommen, die sich tatsächlich wünschen, hier auch eine Ausbildung zu beginnen – und das organisiert das BNA für uns.“ Anders, als wenn ganze Klassen kommen, aus denen die Hälfte Koch oder Friseurin werden will.

Herr Ecker-Lassner von der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, lobte die Schüler/-innen„Das BERLINER NETZWERK für AUSBILDUNG bringt die Unternehmen und Schüler/-innen zusammen.“ erklärt Dagmar Bock, Lehrerin für Berufsorientierung an der Oppenheim Schule. Durch die Praktika und vor allem die Probearbeitstage in den Unternehmen hätte schon manche/-r Schüler/-in eine Lehrstelle gefunden. Ihre Schüler/-innen gingen z. B. gern zu Probearbeiten zu Thürmann und Reichelt und könnten dort richtig mitarbeiten. „Das baut auf beiden Seiten Hemmungen ab. Bewerbungstrainings und so etwas haben wir natürlich früher auch schon gemacht, aber Kontakt zu den Unternehmen? Durch die Mitarbeiter vom BNA können wir und die Schüler/-innen uns mit den Ausbildern der Unternehmen austauschen, das ist sehr hilfreich. Bis jetzt haben schon 5 von 20 einen Ausbildungsplatz für den Herbst, das ist ein gutes Ergebnis.“

Das Ordnerteam hatte zum Glück auch einen entspannten Nachmittag„Unsere Kids und auch die Unternehmen, die heute ausbilden, brauchen praktisch vertrauenbildende Maßnahmen und das schafft das BERLINER NETZWERK für AUSBILDUNG. Da werden echte Kontakte geknüpft, mit viel persönlichem Engagement. Sie finden Betriebe, die sich auf die Schüler/-innen einlassen. Und wenn es mal Probleme gibt, sind sie durch die guten Kontakte leichter zu klären und können besser abgefedert werden.“ erklärt Roger Jungmann, Schulleiter der Julius-Leber-Schule. „Ich wünsche mir eine Ausweitung des Programms auf die 9. Klassen, damit noch deutlich mehr Schüler die Vorteile und Erfahrungen des Netzwerks nutzen können.“

Go-Kart-Bahn der Berliner WasserbetriebeSylvia Steinke-Reck, Sozialpädagogin von der Merian-Oberschule ist seit einem Jahr für ihre Schüler/-innen mit dem Netzwerk in Kontakt. „Es sind 18 Schüler/-innen und ich sehe, dass es ihnen gut tut. Sie werden selbstbewusster in Bezug auf Ihre Stärken, sie lernen im Kontakt mit den Coaches und den Unternehmen, nicht nur ihre Schwächen zu sehen. Das finde ich wichtig.“ Sie berichtet von einem Elternabend vor vier Wochen in einer 9. Klasse. Hier hat ein Coach vom BNA-Team das Netzwerk und seine Arbeit vorgestellt. Gleich nach der Diskussion haben sich 8 Jugendliche aus dieser Klasse für das kommende Schuljahr im Netzwerk angemeldet. Sie werden sicherlich im kommenden Jahr beim Netzwerktreffen 2011 dabei sein.

Flanieren zwischen den MarktständenVielleicht treffen wir dann auch Melda, Marius, Kerim, Dilara, Cansel, Nergiz und Ayliz von der Schüler-Band „Eso“ von der Ernst-Schering-Oberschule wieder beim Netzwerktreffen. Sie besuchen zurzeit die Klassen 7, 8 und 9 und sind noch keine „Netzwerkschüler/-innen“. Sie wurden dieses Mal von Freunden eingeladen und haben sich immerhin zu drei Auftritten überreden lassen. Sie fanden die Atmosphäre und die Momente auf der Bühne „absolut cool“. Konkrete Berufswünsche haben sie noch nicht oder, sie wollten sie nicht verraten. Sie haben wohl ein Bisschen was über das Netzwerk erfahren und wollen vielleicht darüber nachdenken, ob das im nächsten oder übernächsten Jahr etwas für sie sein könnte.

Die Leiterin der Koordinierungsstelle des BERLINER NETZWERKs für AUSBILDUNG freut sich über das seit Projektstart 2004 wachsende Interesse von Jugendlichen. Sie leitet das inzwischen bundesweit erfolgreichste Netzwerk dieser Art. Sie und ihr Team werden voraussichtlich auch im kommenden Projektjahr etwas mehr als 700 Schüler/-innen der neuen Sekundarschulen auf die Berufe orientieren, in denen die Berliner Wirtschaft so dringend Nachwuchsfachkräfte braucht.

Graffiti-KunstwerkDas Team des Berliner Netzwerks und die Geschäftsführung der bbw Akademie (als Träger des Netzwerks) danken auf diesem Wege der Julius-Leber-Schule dafür, Schulhof und Schule für das Fest zur Verfügung gestellt zu haben und natürlich auch allen anderen beteiligten Schulen und den vielen Schüler/-innen für ihre tollen Ideen an den Marktständen, die vielen ess- und trinkbaren Köstlichkeiten und das abwechslungsreiche Bühnenprogramm. Sie danken auch allen Helfern und Förderern, die das Fest ermöglicht haben.

Als Dank, dass das Netzwerktreffen im Sommer 2010 in der Julius-Leber-Schule stattfinden durfte, überreichte Hussein Chemini von der Greenwich-Schule ein von ihm, während des Treffens hergestelltes, Graffiti-Kunstwerk an Herrn Jungmann, den Schulleiter der Julius-Leber-Schule.

Dankeschön für die großartige Unterstützung

Besonderer Dank geht an alle Partner-Unternehmen, die teilweise schon seit Jahren im Netzwerk aktiv sind, vor allem an die 15 Berliner Unternehmen, die das Netzwerktreffen im Sommer 2010 mit viel Engagement mitgestaltet haben.

 

Besonderen Dank an die Firma Thürmann für die leckeren Brötchen und Petit Fours, an IKEA für all die tollen Geschenke, an die Berliner Wasserbetriebe für die Go-Kart-Bahn, an die Fachgemeinschaft für Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau für die hübsche Tischdekoration und an die Deutschen Telekom für die Schlüsselbänder!

Das Netzwerktreffen der Schulen und Unternehmen im Sommer 2010 wurde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert

Dankeschön für das umwerfende Bühnenprogramm

Zu folgenden Acts sagen wir DANKE für ein buntes und fantastisches Bühnenprogramm:

  • Sambakids – Samba Percussion aus der Merian-Schule
  • Zirkus aus der Nikolaus-August-Otto-Schule
  • Percussion aus der Gottlieb-Daimler-Oberschule
  • Band & Gesang aus der Kurt-Löwenstein-Schule
  • Klavier & Gesang aus der Dag-Hammerskjöld-Oberschule
  • Gesang aus der Dag-Hammerskjöld-Oberschule
  • Bandeau-Trommel-Gruppe aus der Kurt-Schwitters-Oberschule
  • Band mit Percussion, Keyboard, E-Gitarre & Gesang aus der Hans-Bredow-Schule
  • Hip Hop aus der Heinz-Brandt-Schule
  • ESO – Band aus der Ernst-Schering-Oberschule
  • Band aus der Johann-Thienemann-Schule
  • Percussion aus der Merian-Schule
  • Band aus der Oppenheim-Oberschule

Bei der Band aus der Ferdinand-Freilingrath-Schule wollen wir uns entschuldigen, da diese leider überhaupt nicht auftreten konnte, nachdem sich Nachbarn beschwert haben. Davon waren auch andere Beiträge betroffen, die noch ein zweites oder drittes Mal auftreten wollten. Auch an diese Künstler eine herzliche Entschuldigung. Wir sind uns sicher: Wir haben dadurch einige tolle Auftritte verpasst!

Das vollständige Heft kann hier heruntergeladen werden.

Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union, der Senatsverwaltung für Bildung Wissenschaft und Forschung und den Agenturen für Arbeit Berlin Nord, Süd und Mitte: