• In der aktuellen Projektphase des Berliner Netzwerks für Ausbildung stehen 1.000 Schülerplätze zur Verfügung
  • Fast 10.000 Schüler/-innen haben seit Projektbeginn 2004 am Berliner Netzwerk für Ausbildung teilgenommen.
  • Nahezu 3.900 Schüler/-innen haben seit Projektbeginn durch die Unterstützung des BNA eine Ausbildung begonnen.

Ausländische Regierungsdelegation zu Gast beim BNA

geschrieben am 8. Dezember 2014 von Tatjana Erfurt

Vertreter/-innen einer ausländischen Regierungsdeligation    Ausländische Regierungsdeligation zu Gast beim BNA

Am 03.12.2014 war die Welt zu Gast beim Berliner Netzwerk für Ausbildung. 21 Bildungsplaner, Lehrer, Fachjournalisten sowie Angehörige von Bildungs- und Wirtschaftsministerien aus Osteuropa, Asien, Afrika und Lateinamerika besuchten die Koordinierungsstelle des Berliner Netzwerks für Ausbildung im Rahmen eines Besuchsprogramms der Bundesregierung zum Thema „Die Rolle der Wirtschaft in der Dualen Berufsausbildung“.  Inhaltliche Schwerpunkte waren die Rolle der Unternehmen im dualen Ausbildungssystem, Erfolgsfaktoren für die Berufsorientierung und Berufsvorbereitung, Kooperationsmodelle auf kommunaler oder Landesebene sowie Finanzierungs- und Förderungskonzepte.

Das Bildungswerk der Wirtschaft in Berlin und Brandenburg (bbw) als Träger des Projektes Berliner Netzwerk für Ausbildung präsentierte sich und eine Auswahl seiner Erfolgsprojekte zur Berufsorientierung und Ausbildung. Neben dem Berliner Netzwerk für Ausbildung wurde das LiGa-Projekt und das bbw Zukunftsprojekt China vorgestellt.

Das LiGa-Projekt ist ein lokales Gemeinschaftsprojekt von Jobcenter, Jugendamt, Kammern und lokalen Bildungsinstitutionen des Berliner Bezirks Lichtenberg. Ähnlich wie im BNA spielt auch in diesem Projekt die Nähe zur Wirtschaft und die enge Zusammenarbeit der Institutionen eine wichtige Rolle. In den letzten neun Jahren konnte so mehr als 280 Jugendliche trotz schwieriger Ausgangssituationen  mit sozialpädagogischer Unterstützung und großem Engagement erfolgreich auf die Berufsabschlussprüfungen und den Einstieg in das Berufsleben vorbereitet werden.

Projektvorstellungen

Auch das bbw Zukunftsprojekt China stieß bei der Delegation auf großes Interesse. Junge Chinesen werden nach deutschen und bbw Ausbildungsstandards von bbw Ausbildern für deutsche Unternehmen des chinesischen Marktes ausgebildet. Parallel dazu bildet das bbw in China künftig auch chinesische Trainer aus, die später die praxisnahe Ausbildung übernehmen können.

Das Berliner Netzwerk für Ausbildung beeindruckte nicht nur durch das große Netzwerk von rund 300 Unternehmen der Berliner Wirtschaft und mehr als 60 Berliner Schulen sondern auch durch die erfolgreiche Vermittlung Jugendlicher in eine duale betriebliche Ausbildung nach Beendigung der 10. Klasse, die ohne die vielfältige Unterstützung des Berliner Netzwerks für Ausbildung nur geringe Chancen auf einen betrieblichen Ausbildungsplatz hätten.

Abschließend gab es eine rege Frage- und Diskussionsrunde. In vielen Ländern, aus denen Mitglieder in der Delegation waren, geht es um die Verringerung von Jugendarbeitslosigkeit und effektive Berufsausbildung. Auch die Verbesserung des Images der Berufsausbildung spielt eine große Rolle. Viele Mitglieder der Delegation fragten, wie es gelingt, Schulen, Eltern und Unternehmen zur Zusammenarbeit zu gewinnen und ihnen das Thema „Duale Ausbildung“ näher zu bringen.

Interviews mit Deligationsmitgliedern

„Wie man Unternehmen motiviert, mit Schulen und Ausbildungseinrichtungen zusammenzuarbeiten, das kann man in Deutschland lernen. Staat, Schulen und Betriebe müssen kooperieren, damit Berufsausbildung erfolgreich funktioniert. Wir haben in Weißrussland dieselben demografischen Probleme wie hier in Deutschland, deshalb müssen wir handeln. Konzepte gibt es schon viele. Wir müssen sie aber auch umsetzen und vor allem die Lehrer und Dozenten dafür gewinnen.“ sagte Olga Dekhtiarenko, Head of the Department of International Cooperation of Republican Institute for Vocational Education aus Minsk (Weißrussland).

„Wir haben in Uruguay ein Ausbildungssystem, dass es nicht schafft, genug und die passenden Fachkräfte für die Unternehmen auszubilden. Ich möchte an meiner Universität ein Projekt nach dualem System für die Ausbildung von jungen Fachkräften für den Bereich der Erneuerbaren Energien mit deutschen Partnerunternehmen starten. Dafür könnte das bbw Projekt in China ein gutes Modell sein.“ sagte Pablo Michele Denis, Direktor Operationes e Innovacion (UTEC) aus Montevideo.

Gruppenfoto Ausländische Regierungsdeligation