Knobelsdorff Schule

geschrieben am 23. März 2010 von Mathias Heilmann

knobelsdorffDas OSZ Knobelsdorff, das einzige Oberstufenzentrum welches sowohl als Schule als auch als Firma tätig ist, veranstaltete am 23.03.2010 für unsere interessierten Netzwerkschüler eine Infoveranstaltung. Herr Ott, der Abteilungsleiter der Berufschule für Bauhandwerker stand der Gruppe mit vielen interessanten Informationen und einem Rundgang durch die Ausbildungshallen zur Verfügung. Zunächst mussten alle Schüler in einer kurzen Vorstellungsrunde erklären, warum sie an der Veranstaltung teilnehmen. Ganz klar, sie interessierten sich für das Ausbildungsangebot in einem der 7 Bauberufe: Maurer/in, Beton- und Stahlbetonbauer/in, Zimmerer/Zimmerin, Tischler/in, Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Konstruktionsmechaniker/in und Elektroniker/in der Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik.

Der große Favorit war die Ausbildung zum Tischler. Wie groß die Chancen sind, einen der begehrten Plätze zu bekommen, was die Voraussetzungen dafür sind und welche weiteren Bildungsangebote überhaupt am OSZ Knobelsdorff vorhanden sind, erklärte Herr Ott im Anschluss. Die Knobelsdorffschule lässt sich in drei Abteilungen einteilen:

  • Abteilung drei befasst sich mit der Berufsvorbereitung und Weiterqualifizierung.
  • Abteilung zwei ist der schulische Teil für alle, die eine Ausbildung in einem der Berufe macht.
  • Abteilung eins ist die Berufsfachschule für Bauhandwerker/innen.

Die Abteilung eins war für den Rest der Veranstaltung auch Thema Nummer eins. Die Besonderheit der Berufsfachschule liegt in ihrer Funktion als Ausbildungsbetrieb. Hier werden die Azubis zwar an einem OZS ausgebildet, bekommen aber trotzdem ganz normale Ausbildungsverträge inklusive Lehrlingsgehalt und allem Drum und Dran wie in einer Firma.

Das Geld um die Azubis zu bezahlen, kommt von Bauaufträgen staatlicher Einrichtungen und gemeinnütziger Vereinen. Es werden also hauptsächlich Schulen, Kindergärten, Museumsbauten und andere öffentliche Anlagen gebaut.

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Wer sich beworben hat und zum Einstellungstest eingeladen wird, muss erst einmal eine schriftliche Prüfung bestehen. Diese wird sofort ausgewertet und dann gibt es für den gleichen Tag Termine, für den mündlichen Teil der Prüfung. Die 24 Bewerber, die die meisten Punkte haben, werden dann für die Ausbildung ausgewählt und zum Unterschreiben der Verträge eingeladen. Wer nicht unterschreibt, fällt raus und die anderen auf den Listen rücken nach. Im ersten Lehrjahr bleiben die Azubis die den Werkhallen und lernen dort die Grundlagen des Berufes. Ab dem 2. Lehrjahr geht es dann auf die richtigen Baustellen in Berlin und Brandenburg, wo die Hauptarbeit die Azubis erledigen werden. Die Azubis müssen von Anfang an ordentlich mitarbeiten, haben dann aber auch eine Menge gelernt und wissen meist mehr, als Azubis von kleinen Privatunternehmen.

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Da die Knobelsdorffschule mit vielen Organisationen und Firmen auch im Ausland zusammenarbeitet, besteht für besonders gute Azubis die Chance, während der Ausbildung ein Praktikum dort zu machen. So können sie die Ausübung ihres Berufes auch mal in anderen Ländern vergleichen und eventuell dort ihren zukünftigen Arbeitgeber kennenlernen. Wer sich bewerben möchte, schickt seine Unterlagen an:

Knobelsdorff-Schule
Oberstufenzentrum Bautechnik I
Nonnendammallee 140-143
13599 Berlin

Herr Ott gab aber zu bedenken, dass für die Berufe Zimmerer/Zimmerin und Tischler/in mehr als 600 Bewerbungen geschickt werden und hier ein sehr großer Konkurrenzkampf besteht. Für alle Berufe gibt es um die 24 Plätze. Wo wenige Bewerbungen eintreffen, sind die Berufe Maurer/in und Beton- und Stahlbetonbauer/in.

Wir bedanken uns recht herzlich bei Herrn Ott und freuen uns auf die nächste Infoveranstaltung in der Knobelsdorffschule.